Dein WLAN-Netzwerk ist ein kritischer Bestandteil deines täglichen Betriebs. Wenn es nicht richtig gesichert ist, kann es dein Unternehmen einem ernsthaften Risiko aussetzen.
Was ist WLAN-Sicherheit?
WLAN ermöglicht es deinen Geräten, sich ohne Kabel mit dem Internet zu verbinden, aber das Senden von Informationen durch die Luft schafft einen potenziellen Zugangspunkt für Angreifer.
WLAN-Sicherheit ist die Praxis, ein kabelloses Netzwerk zu schützen, um deine sensiblen Informationen privat zu halten. Für Unternehmen steht mehr auf dem Spiel, was eine robuste geschäftliche Netzwerk-Sicherheit zu einer obersten Priorität macht.
Ein Unternehmens-Netzwerk muss:
- Sensible Daten wie Geschäftsgeheimnisse, Finanzunterlagen und Mitarbeiterinformationen schützen.
- Support für viele Geräte gleichzeitig bieten, ohne die Sicherheit zu schwächen.
- Strenge rechtliche und regulatorische Anforderungen erfüllen.
Häufige WLAN-Sicherheitsbedrohungen
Eine schwache geschäftliche Netzwerk-Sicherheit öffnet die Tür für ernsthafte Risiken. Dies sind die häufigsten:
Böser Zwilling (gefälschte WLAN-Hotspots)
Evil Twin-Spoofing ist eine häufige Art von Man-in-the-Middle-Angriff, bei dem ein Hacker einen überzeugenden gefälschten WLAN-Hotspot einrichtet. Sobald du dich verbindest, können sie deinen Verkehr abfangen oder dich auf bösartige Phishing-Seiten umleiten, die dich dazu verleiten, deine Anmeldedaten einzugeben.
Packet Sniffing (Lauschen)
Angreifer nutzen spezielle Software, um Informationen abzufangen, die über ein schlecht gesichertes kabelloses Netzwerk übertragen werden. Obwohl HTTPS dieses Risiko verringert, können sensible Informationen dennoch preisgegeben werden, wenn du nicht die richtigen Vorkehrungen triffst, wie die Nutzung eines VPN oder WPA3.
Malware-Injektion über unsicheres WLAN
Kriminelle können offene oder schlecht gesicherte Netzwerke nutzen, um Malware (wie Ransomware oder Spyware) auf jedem verbundenen Gerät zu platzieren, die sich dann über dein gesamtes internes System ausbreiten kann.
Unautorisierte Access Points
Ein unautorisierter Access Point ist ein nicht genehmigtes oder ungesichertes Gerät in deinem Unternehmens-Netzwerk, wie z. B. ein Mitarbeiter, der einen billigen Router anschließt. Diese Geräte können als Hintertür fungieren, deine Sicherheit umgehen und Angreifern eine direkte Route in deine internen Systeme und Daten bieten.
So sicherst du dein WLAN in 9 Schritten
Erstelle mehrere Schutzschichten für dein Netzwerk, indem du diesen neun Schritten folgst.
Schritt 1: Sichere deinen Router physisch
Netzwerk-Sicherheit beginnt beim physischen Gerät. Wenn jemand deinen Router berühren kann, kann er ihn zurücksetzen, um unsichere Werkseinstellungen wiederherzustellen.
- Platziere deinen Router in einem abgeschlossenen und sicheren Bereich mit eingeschränkten Möglichkeiten zum Zugreifen, wie einem Server-Raum oder dem Büro eines Managers.
Schritt 2: Ändere alle Standard-Anmeldedaten
Router werden oft mit Standard-Administrator-Benutzernamen und -Passwörtern wie Administrator und Passwort ausgeliefert. Diese sind weithin bekannt und bieten Angreifern einen einfachen Einstieg.
- Mit Proton Pass kannst du starke, zufällige Anmeldedaten generieren und sie sicher in einem geteilten Tresor speichern, sodass dein IT-Team ohne Risiko darauf zugreifen kann.
Schritt 3: Verwende WPA3-Verschlüsselung und eine starke Passphrase
Verschlüsselung schützt die Daten, die über dein WLAN fließen. Stelle deinen Router auf WPA3 (oder zumindest WPA2-AES) ein, um den gesamten Verkehr zu verschlüsseln.
- Erstelle eine lange Passphrase mit mindestens 15–20 Zeichen, die eine Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen verwendet. Proton Pass kann sofort ein Passwort generieren und es sicher mit Mitarbeitern teilen.
Schritt 4: Halte die Firmware deines Routers aktualisiert
Firmware ist die Software, die auf deinem Router läuft. Hersteller stellen Updates bereit, um Sicherheitslücken zu beheben, und die Verwendung veralteter Firmware ist ein häufiges Risiko.
- Suche im Administrator-Panel deines Routers nach einer Option zum Aktualisieren der Firmware. Wenn möglich, aktiviere automatisches Aktualisieren. Wenn nicht, richte eine Erinnerung ein, um regelmäßig auf Updates zu prüfen.
Schritt 5: Erstelle separate Netzwerke für Gäste und Mitarbeiter
Das interne Netzwerk eines Unternehmens verbindet sich mit sensiblen Unternehmensressourcen. Gäste und Kunden sollten niemals darauf zugreifen können.
- Aktiviere die Gäste-Netzwerk-Funktion auf deinem Router, um ein isoliertes Netzwerk für Besucher zu erstellen. Auf diese Weise wird deine interne Sicherheit nicht gefährdet.
Schritt 6: Blende den Namen deines internen Netzwerks (SSID) aus
Es ist nicht nötig, dass der Name des Haupt-Netzwerks für die Öffentlichkeit sichtbar ist. Ihn auszublenden wird nicht alle Angriffe stoppen, und dies ist eher eine Verschleierungstechnik als eine echte Verteidigung, aber es macht dich zu einem weniger offensichtlichen Ziel.
- Schalte in den Einstellungen deines Routers den SSID-Broadcast für dein internes Haupt-Netzwerk aus. Für dein Gäste-Netzwerk solltest du den Broadcast eingeschaltet lassen. Deine Mitarbeiter können sich verbinden, indem sie den Netzwerk-Namen manuell eingeben.
Schritt 7: Aktiviere die Firewall und deaktiviere WPS
Viele Router verfügen über erweiterte Sicherheitsfunktionen, die von Haus aus nicht auf maximale Sicherheit konfiguriert sind.
- Stelle sicher, dass die integrierte Firewall deines Routers aktiviert ist. Du solltest außerdem riskante Funktionen wie WPS (WLAN Protected Einrichtung), Remote-Administration und UPnP (Universal Plug and Play) finden und deaktivieren.
Schritt 8: Verlange ein geschäftliches VPN für alle Verbindungen
Ein virtuelles privates Netzwerk fügt eine weitere Schutzschicht hinzu, indem es den gesamten Verkehr zwischen einem Gerät und dem Internet verschlüsselt. Selbst wenn sich jemand Zugreifen auf dein WLAN verschafft, bleiben die Daten unlesbar.
- Verlange von deinen Mitarbeitern, ein geschäftliches VPN für alle Unternehmens-Verbindungen zu nutzen, einschließlich des Gäste-Netzwerks und bei der Remote-Arbeit. Mit Proton VPN wird der gesamte Verkehr Ende-zu-Ende gesichert, sodass Geschäftsdaten privat bleiben, wo auch immer sich dein Team verbindet.
Schritt 9: Überwache und überprüfe dein WLAN-Netzwerk
WLAN-Sicherheit ist eine fortlaufende Aufgabe. Selbst die besten Verteidigungsmaßnahmen müssen regelmäßig überprüft und angepasst werden, um wirksam zu bleiben. Dies wird noch wichtiger, wenn dein Unternehmen wächst und dein WLAN-Netzwerk Support für mehr Geräte bietet.
- Überprüfe die Protokolle deines Routers und die verbundenen Geräte, um alles Ungewöhnliche zu entdecken.
- Führe regelmäßige Audits oder Penetrationstests durch, um sicherzustellen, dass deine Verteidigungsmaßnahmen noch funktionieren.
- Richte Benachrichtigungen (falls es Support dafür gibt) für unautorisierte Versuche zum Zugreifen oder Rogue-Geräte ein.
Sichere deine WLAN-Anmeldedaten mit Proton Pass
Proton Pass ist ein sicherer Passwort-Manager für Unternehmen, der deinem Team hilft, bewährte Sicherheitspraktiken ohne Aufwand zu befolgen. Generiere, speichere und teile im Handumdrehen komplexe Router- und WLAN-Passphrasen in einem Ende-zu-Ende-verschlüsselten Tresor.


