Das Öffnen einer PDF-Datei könnte dein Unternehmen gefährden.

PDFs sind eine der verlässlichsten Methoden für Angreifer, um Malware zu verbreiten, die dein Unternehmen gefährden kann.

Eine einzige infizierte Datei kann unbemerkt Spyware installieren, Anmeldedaten stehlen und Angreifern das nötige Einfallstor bieten, um sich in deinem Netzwerk zu bewegen. Dadurch werden Kundendaten offengelegt, was für dein Unternehmen rufschädigende und finanzielle Folgen haben kann, die rückgängig zu machen Monate oder Jahre dauern kann.

Was sich wie eine alltägliche Routine anfühlt, wie das Sichten des Lebenslaufs eines Bewerbers oder das Bearbeiten einer Rechnung(neues Fenster), kann einen unternehmensweiten Sicherheitsvorfall auslösen.

Aber wie kann man sich durch eine PDF-Datei einen Virus einfangen? Und was kann dein Unternehmen tun, um sich vor diesem Risiko zu schützen?

Warum verbreiten sich PDF-Viren so schnell?

PDFs gehören zum Geschäftsalltag: Das Finanzteam prüft Rechnungen und Prüfberichte. Das Marketing lädt Branchenstudien herunter. Die Rechtsabteilung erhält Verträge und Compliance-Dokumente.

Modernes Arbeiten ist auf PDFs angewiesen. Wenn es also schnell gehen muss und Fristen knapp sind, kann eine schädliche PDF-Datei leicht durchrutschen.

Sobald sie durchgerutscht sind, verbreiten sie sich schnell im Unternehmen, da Dateien intern geteilt, als Anhänge weitergeleitet oder auf gemeinsamen Drives gespeichert werden und so mehrere Arbeitsabläufe betreffen können.

Wie sehen PDF-Viren aus?

Für Privatpersonen gilt der allgemeine Rat, keine Dateien – ob PDF oder andere – von unbekannten Absendern zu öffnen.

Doch in Unternehmen gehen regelmäßig E-Mails und Dokumente von unbekannten Absendern ein. Du musst also wissen, wie Viren aussehen. Sie können wie folgt auftreten:

Phishing-Links

Du erhältst eine PDF-Datei mit einer Rechnung, einer rechtlichen Mitteilung oder einer Versandbestätigung. Darin befindet sich ein Link zu einer gefälschten Anmeldeseite oder einem Malware-Download.

Worauf du achten solltest: Um die Angriffe glaubwürdig zu machen, senden Cyberkriminelle meist Dateien mit gängigen Namen wie „Receipt_ID3329.pdf“, damit sie sich unauffällig in den geschäftlichen Arbeitsablauf einfügen.

Eingebettete JavaScript-Skripte

PDFs können JavaScript für interaktive Elemente ausführen. Allerdings können auch schädliche Skripte ausgeführt werden, sobald eine Datei geöffnet wird, wodurch Sicherheitslücken deines PDF-Readers ausgenutzt werden – insbesondere, wenn du einen veralteten Reader verwendest.

Worauf du achten solltest: Wenn ein PDF unerwartete Pop-ups auslöst oder dich auffordert, Funktionen zu aktivieren, schließe es sofort. Dies kann zum Abgreifen von Anmeldedaten, Ransomware, Datendiebstahl und vielem mehr führen.

Schädliche Anhänge

Bilder oder Schriftarten in einer PDF-Datei können versteckte ausführbare Dateien enthalten. Wenn du darauf klickst oder das Dokument so konfiguriert ist, dass diese automatisch gestartet werden, installiert sich Malware auf dem Gerät.

Worauf du achten solltest: Ungewöhnlich große Dateigrößen bei einfachen Dokumenten. Wenn dein Reader dich auffordert, einen Anhang zu öffnen oder auszuführen, tu es nicht. Dies kann andernfalls zum Missbrauch sämtlicher Daten auf dem Computer führen, die oft vertraulich oder sensibel sind.

Was zu tun ist, wenn du eine PDF-Datei mit einem Virus öffnest

Wenn du eine PDF-Datei mit einem Virus erhalten hast, handle entschlossen, um den Schaden einzudämmen.

Wenn Kunden- oder regulierte Daten betroffen sein könnten, muss deine Organisation möglicherweise formellen Prozessen zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle oder Offenlegungspflichten folgen.

Wie du dein Unternehmen vor PDF-Viren schützt

Schädliche PDFs erreichen Mitarbeiter meist über E-Mails oder Workflows zur Dateifreigabe. Das Risiko zu minimieren bedeutet, sich auf einige praktische Sicherheitsvorkehrungen zu konzentrieren.

Riskante Anhänge filtern, bevor sie die Benutzer erreichen

Sichere E-Mail-Dienste für Unternehmen können Spam-Kampagnen erkennen, bekannte Malware-Signaturen blockieren, bevor sie dich erreichen, und verdächtige Absender kennzeichnen. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter jemals mit gefährlichen Dateien in Kontakt kommen.

Einschränken, wie Dateien intern geteilt werden

Um das Risiko einer Weiterleitung zu verringern, halte nach Diensten Ausschau, die vor dem Herunterladen auf Malware scannen und einen passwortgeschützten Zugriff bieten.

Konten schützen, selbst wenn eine Datei geöffnet wird

Einige PDF-Angriffe zielen darauf ab, Anmeldedaten über eingebettete Phishing-Links oder versteckte Skripte zu stehlen. Die Durchsetzung einer starken Authentifizierung und die Nutzung eines Passwort-Managers für Unternehmen verringern die Auswirkungen, falls Mitarbeiter dazu verleitet werden, ihre Anmeldedaten einzugeben.

Schütze dein Unternehmen vor PDF-Viren

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