Deine Online-Daten sind unglaublich wertvoll, insbesondere für Unternehmen wie Google, die sie nutzen, um mit Werbung Geld zu verdienen. Dies und Googles zahlreiche Verstöße gegen den Schutz der Privatsphäre haben viele dazu veranlasst, die Sicherheit ihrer Informationen infrage zu stellen und nach Alternativen zu Google zu suchen.

Google Docs hat über 1 Milliarde(neues Fenster) aktive monatliche Benutzer, was es zu einem der beliebtesten Produktivitätswerkzeuge macht, insbesondere da immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten.

Aber es gibt viele Gründe, warum Google Docs vielleicht nicht der sicherste oder privateste Ort für deine Daten ist. Google verwendet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was bedeutet, dass das Unternehmen Zugriff auf deine Daten hat, die bei einem Datenleck offengelegt werden könnten.

Wenn du mit sensiblen Geschäftsdaten umgehst, kann dieser Mangel an Schutz der Privatsphäre ein echtes Problem darstellen. Für Teams, denen die Sicherheit ihrer Informationen wichtig ist, lohnt es sich, Alternativen für Cloud-Speicher zu prüfen, die von Haus aus eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten.

In diesem Artikel untersuchen wir die Sicherheit von Google Docs und die vielen besorgniserregenden Probleme beim Schutz der Privatsphäre. Wir bieten auch Tipps zur Verbesserung deiner Google Docs-Sicherheit sowie Alternativen, die du stattdessen ausprobieren kannst.

Google Docs ist eine webbasierte Anwendung, mit der Benutzer Dokumente in der Cloud erstellen, bearbeiten und speichern können. Zu den wichtigsten Funktionen gehören die Zusammenarbeit in Echtzeit, automatisches Speichern und einfache Optionen zum Teilen.

Du kannst von jedem Gerät mit einer Internetverbindung auf deine Dokumente zugreifen, den Versionsverlauf einsehen, um Inhaltsänderungen zu verfolgen und rückgängig zu machen, Änderungen an einer Datei zur Überprüfung vorschlagen und offline an Dokumenten arbeiten. Google Docs ist flexibel und leicht zugänglich, zumal es kostenlos ist. Aber „kostenlos“ bedeutet nur, dass du auf andere Weise bezahlst.

Wie sicher ist Google Docs?

Google war seit 2018 von keinem öffentlich gemeldeten Datenleck mehr betroffen, als ein Fehler in der Google+-API die privaten Daten(neues Fenster) von über 50 Millionen Benutzern offenlegte. Seine Sicherheitsfunktionen sind jedoch nicht lückenlos.

Verschlüsselung

Google Docs verwendet eine AES-256-Verschlüsselung(neues Fenster), um deine Daten während der Übertragung, im Ruhezustand, auf den Servern von Google und bei Sicherungen zu schützen. Alle Informationen, die zwischen dem Gerät des Benutzers und den Servern von Google übertragen werden, sind verschlüsselt(neues Fenster).

Wenn ein Hacker deine Daten während der Übertragung in die Hände bekommt, könnte er sie aufgrund der Verschlüsselung nicht lesen. Google kann jedoch alles sehen, was du tust, da es keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendet, sodass deine Daten anfälliger für Datenlecks sind, die die Server von Google betreffen.

Kontosicherheit

Google-Konten unterstützen die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und Passkeys, was unbefugten Zugriff erschwert. Die 2FA fügt eine zweite Form der Bestätigung hinzu(neues Fenster), wie das Senden eines Codes an eine Authentifizierungs-App, während du dich mit Passkeys über deinen Fingerabdruck, Gesichtsscan oder deine Bildschirmsperre, wie eine PIN, bei deinem Google-Konto anmelden kannst.

Zugriffsrechte

Standardmäßig sind deine Google Drive-Dokumente auf privat eingestellt. Als Eigentümer kannst du die Berechtigungseinstellungen konfigurieren und auswählen, wer deine Dokumente ansehen, kommentieren oder bearbeiten darf, z. B. einzelne Benutzer, Gruppen oder alle Personen, indem du teilbare Links erstellst. Es ist auch möglich, zu sehen, wer auf Dokumente zugegriffen hat und welche Änderungen vorgenommen wurden, sowie Ablaufdaten festzulegen, wenn du ein Schul- oder Arbeitskonto hast.

Schutz vor Malware

Google verarbeitet deine Inhalte automatisch, um Spamfilterung, Virenerkennung und Malware-Schutz bereitzustellen. Wenn ein Dokument verdächtig ist, zeigt Google eine Warnung in Drive an, auch für andere Personen, mit denen du die Datei geteilt hast, und benachrichtigt dich außerdem per E-Mail.

Schützt Google Docs deine Privatsphäre?

Google verwendet oft irreführende Behauptungen zum Schutz der Privatsphäre und zieht es vor, Klagen in Milliardenhöhe beizulegen, anstatt sich einer eingehenden Prüfung zu stellen.

Beispielsweise hat Google im Jahr 2023 eine Klage über 93 Millionen US-Dollar beigelegt, nachdem es Benutzer getäuscht(neues Fenster) hatte, indem es deren Standortdaten weiterhin erfasste, selbst nachdem sie die Einstellung für den Standortverlauf auf ihren Geräten deaktiviert hatten. Im Jahr 2020 sah sich Google einer Sammelklage in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar gegenüber, weil es Benutzerdaten bei der Nutzung des Google Chrome-Inkognitomodus erfasst hatte, die es ebenfalls beilegte.

Angesichts der Bilanz des Unternehmens beim Schutz der Privatsphäre ist es hilfreich zu untersuchen, wie Google die Inhalte deiner Dateien in Google Docs erfasst und verwendet.

Datenerfassung

Gemäß seiner Datenschutzerklärung(neues Fenster) erfasst Google die von dir erstellten, hochgeladenen oder mit anderen geteilten Inhalte — einschließlich allem in deinen Google-Dokumenten.

Google verarbeitet deine Inhalte in Google Docs(neues Fenster) speziell, um nach Spam und Malware zu suchen und damit du deine Dokumente durchsuchen kannst. Und jedes Mal, wenn du suchst, speichert Google auch deine Suchanfragen. Das Unternehmen kann diese Daten mit anderen von ihm erfassten Informationen kombinieren, z. B. deinem Standort, deinem Namen und deiner Telefonnummer.

Werbung

Google verwendet die von dir in Google Docs gespeicherten Inhalte nicht für Werbung. Dem Unternehmen zufolge(neues Fenster) gibt es deine personenbezogenen Daten nicht an Werbetreibende weiter, es sei denn, du bittest darum, wie z. B. durch Auswählen der Anruftaste, um ein Geschäft direkt aus deinem Browser anzurufen.

KI-Training

In Googles Datenschutzerklärung(neues Fenster) gibt es nichts, was das Unternehmen daran hindert, die von dir erstellten, hochgeladenen oder empfangenen Inhalte (einschließlich Google Docs) und öffentlich zugängliche Informationen zu verwenden, um seine KI-Modelle zu trainieren. Wenn du absolut sicher sein willst, dass deine Daten nicht in die Trainingsmodelle von Google einfließen, besteht die einzige Lösung darin, die Nutzung von Google-Diensten einzustellen.

Zugriff von Drittanbietern

Wie bei jeder anderen App wirft die Integration von Google Docs mit Add-ons von Drittanbietern Bedenken auf, da deren Datenschutzerklärungen von denen von Google abweichen können. Beispielsweise könnte ein Add-on eines Drittanbieters deine persönlichen Daten einsehen und sie für Analysen verwenden oder Werbung anzeigen. Es kann deine Daten auch Drittanbietern offenlegen(neues Fenster).

Wie du die Sicherheit von Google Docs erhöhen kannst

Die meisten Sicherheitsprobleme auftreten, weil Benutzer nicht vorsichtig genug mit ihren Google-Konten umgehen, wie z. B. indem sie sich bei der Nutzung eines gemeinsam genutzten Computers nicht abmelden. Sieh dir die folgenden Tipps an, um bei der Nutzung von Google Docs auf der sicheren Seite zu sein:

1. Sichere dein Google-Konto

Schütze dein Google-Konto mit einem starken Passwort, um zu verhindern, dass Hacker es bei einem Datenleck entschlüsseln. Du solltest außerdem die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren, um eine weitere Schutzschicht hinzuzufügen, falls jemand dein Passwort erfährt. Das Einrichten eines Passkeys bietet noch bessere Sicherheit.

Proton Pass ist ein sicherer Passwort-Manager, der einen Zufalls-Passwort-Generator, einen Authenticator für 2FA und Unterstützung für Passkeys bietet, sodass du ihn verwenden kannst, um den Schutz deines Google-Kontos zu verbessern.

2. Sei achtsam mit deinem Google-Konto

Google ist dafür bekannt, Konten zu deaktivieren(neues Fenster), wenn vermeintliche Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen(neues Fenster) für Docs oder ein anderes Google-Produkt vorliegen. Wenn du also beispielsweise auf YouTube gegen eine Regel verstößt, verlierst du möglicherweise auch den Zugriff auf deine Dokumente, E-Mails oder jeden anderen Google-Dienst. Manchmal können dich die automatisierten Systeme des Unternehmens fälschlicherweise markieren(neues Fenster).

3. Kontrolliere, wer auf deine Dokumente zugreifen kann

Vermeide es, Dokumente mit der Einstellung „Jeder im Internet“ zu teilen, es sei denn, es ist für dich in Ordnung, wenn sie zu öffentlich zugänglichen Informationen werden. Verwende beim Teilen von Dokumenten eingeschränkte Freigabeoptionen für bestimmte Personen anstelle von weitreichenden Zugriffsebenen. Darüber hinaus kannst du das Aktivitäts-Dashboard überprüfen, um zu sehen, wer wann auf deine Dokumente zugreifen kann.

4. Überprüfe die Berechtigungen von Add-ons von Drittanbietern

Bevor du ein Add-on eines Drittanbieters aus dem Google Marketplace installierst, überprüfe den Tab „Berechtigungen“, um zu sehen, welche Daten es erfasst und wie es sie verarbeitet. Du kannst auch dessen Datenschutzerklärung durchlesen und prüfen, ob die App unabhängig geprüft wird.

5. Verschlüssele deine Dokumente

Über Google-Schul- oder -Arbeitskonten(neues Fenster) können neue verschlüsselte Dokumente erstellt und Dokumente vor dem Hochladen verschlüsselt werden, wenn der Administrator die clientseitige Verschlüsselung aktiviert hat. Es ist auch möglich, gemeinsam an verschlüsselten Dokumenten zu arbeiten. Kostenlose Google-Konten können diese Verschlüsselungsfunktion jedoch nicht nutzen. Es ist weitaus einfacher, einen Dienst zu verwenden, der Dokumente standardmäßig mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung speichert, wie z. B. Proton Drive.

6. Sichere deine wichtigen Dokumente

Im Jahr 2023 berichteten(neues Fenster) viele Menschen von erheblichen Datenverlusten bei Google Drive, was die Notwendigkeit unterstreicht, wichtige Dateien zu sichern. Glücklicherweise macht es das Unternehmen einfach, deine Google-Daten herunterzuladen und sie zu sichern oder zu einem anderen Cloud-Speicher zu verschieben – du kannst auch Google Drive-Dateien in Proton Drive importieren.

Sichere deine Daten mit Proton Docs

Proton Drive bietet Docs, eine sichere Google Docs-Alternative für Cloud-Speicher und Zusammenarbeit, die eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet, um sicherzustellen, dass niemand deine privaten Daten sehen kann – nicht einmal Proton. Alle Dateien werden vor dem Hochladen automatisch verschlüsselt.

Proton Docs mit Tools für die Zusammenarbeit

Du kannst Dokumente mit jedem teilen (sogar mit Personen ohne Proton-Konto), Berechtigungen verwalten (z. B. Lese- und Bearbeitungszugriff) und öffentliche Links mit Passwörtern schützen.

Proton Docs ist in Proton Drive integriert und für jeden kostenlos – registriere dich einfach für ein kostenloses Proton-Konto.

Wenn du bereits ein Proton-Konto hast, kannst du Proton Docs jetzt nutzen(neues Fenster) – wähle einfach Neues Dokument aus.

Google spioniert deine Daten aus – Proton verteidigt sie

Sich von Google abzuwenden, oder deGoogling, bedeutet, einen Anbieter zu finden, dem du deine Daten anvertrauen kannst, sodass du dir keine Sorgen über Verletzungen deiner Privatsphäre machen musst. Millionen von Menschen weltweit vertrauen Proton ihre Privatsphäre im Internet an, darunter Journalisten und Aktivisten.

Im Gegensatz zu Google nutzt Proton deine Daten nicht, um Geld zu verdienen – wir finanzieren uns ausschließlich über unsere Community von Abonnenten und gehören in erster Linie einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Förderung der Online-Privatsphäre für alle einsetzt. Darüber hinaus unterliegen wir strengen Schweizer Gesetzen zum Schutz der Privatsphäre. Alle unsere Apps sind Open Source und werden unabhängig geprüft.

Die Registrierung für ein Proton-Konto bedeutet, dass du Zugriff auf ein verschlüsseltes Ökosystem erhältst, das zum Schutz all deiner Daten entwickelt wurde, einschließlich Cloud-Speicher, Passwörtern, einer Internetverbindung(neues Fenster), E-Mails und eines Kalenders.

Häufig gestellte Fragen

Wie machst du Google Docs sicher?

Du kannst deine Privatsphäre und Sicherheit bei der Nutzung von Google Docs verbessern, indem du starke Passwörter und 2FA oder Passkeys für dein Google-Konto verwendest. Du solltest außerdem verwalten, wer auf deine Dokumente zugreifen kann, die Berechtigungen von Drittanbieter-Add-ons überprüfen und deine Dokumente verschlüsseln, bevor du sie auf Google Drive hochlädst.

Was sind drei Nachteile von Google Docs?

Die größte Sorge bei Google Docs ist, dass Google deine Dokumente einsehen kann, da es keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendet. Du könntest auch den Zugriff auf dein Konto verlieren, wenn Google vermutet, dass du gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hast. Das bedeutet, dass du wichtige Dokumente verlierst, wenn du sie nicht woanders gesichert hast. Zudem hindert nichts in den Richtlinien von Google das Unternehmen daran, deine Dokumente ohne deine Zustimmung frei zum Trainieren von KI-Modellen zu verwenden.

Ist es sicher, Passwörter in Google Docs zu speichern?

Google verwendet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass das Unternehmen und seine Mitarbeiter deine Passwörter sehen können. Wenn du Drittanbieter-Add-ons mit Google Drive verwendest, können diese deine Passwörter möglicherweise ebenfalls sehen. Darüber hinaus kann Google dein Konto deaktivieren, wenn das Unternehmen der Meinung ist, dass du bei der Nutzung eines seiner Produkte gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hast. Es gibt auch andere Risiken, z. B. dass dir an einem öffentlichen Ort jemand über die Schulter schaut und deinen Bildschirm fotografiert. Oder du könntest Opfer von Angriffen auf die Zwischenablage (Clipboard-Hijacking) werden. Ein Passwort-Manager wie Proton Pass ist für die Aufbewahrung von Passwörtern praktischer. Proton Pass verwendet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, um sicherzustellen, dass niemand deine Passwörter sehen kann.

Ist Google Docs sicher für Krankenakten?

Google Workspace ist HIPAA-konform, sodass Gesundheitsdienstleister in den USA Google Docs nutzen können, um Krankenakten zu teilen. Deine Daten sind jedoch nur so sicher wie dein Google-Konto. Achte also darauf, starke Passwörter zu verwenden und 2FA zu aktivieren (oder Passkeys zu nutzen). Google Drive verwendet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass das Unternehmen deine Krankenakten einsehen kann. Wenn du dich damit nicht wohlfühlst, solltest du deine Dateien verschlüsseln, bevor du sie auf Google Drive hochlädst. Oder du kannst Proton Drive verwenden, um geteilte Links mit einem Passwort zu verschlüsseln.